Seniorenmusik

„Die Musik kommt"

Musik erleben - Klänge empfinden - Erinnerungen wecken


hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich ein musikpädagogisches Konzept für das musizieren mit Senioren. Es spricht besonders aktive sowie auch pflegebedürftige Menschen an, die sitzend musikalisch aktiv werden können.
Die Inhalte lassen sich in die Bereiche- Musik – Bewegung – Sprache gliedern.
Senioren erleben gemeinsam Klangvielfalt, teilen Hörerlebnisse, singen miteinander und machen elementare Erfahrungen in der Körperwahrnehmung.
Sowohl die ganzheitliche motorische Entwicklung als auch die feinmotorischen Impulse zur Erhaltung der Bewegungsfreiheit werden gefördert. Das Kennen- und verstehenlernen des jeweils neuenangebotenen musikalischen Musikthemas wird spielerisch angeregt.

Ich komme zu Ihnen in die Einrichtung und musiziere zum Beispiel auf Ihrem geselligen Nachmittag oder Tag der offenen Tür. Ich leite Ihre Senioren zum Singen und zur Bewegung und gestalte nach vorheriger Absprache mit Ihnen eine gesellige Veranstaltung.
Gerne kann ich auch thematische Schwerpunkte (Jahreszeiten, Feste, Jubiläen...) nach Ihren Wünschen gestalten.

Gefördert werden die Musikalität und die Merkfähigkeit der Senioren über eine sehr soziale Form der Interaktion.
Zudem ist das musizieren eine willkommene Abwechslung vom Alltag. Durch die kontinuierliche Umsetzung in der Praxis wird mein Konzept immer weiter optimiert.

 

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Dipl. Orch. Mus. Ralf Reisberg
Geschäftsführer / Inhaber
Musikservice - Nord

Tel: 04346 - 60 15 36

Die Macht der Emotionen

 

Musik fängt Gefühle ein. Musik löst Gefühle aus. Musik regt an – und manchmal auch auf. 

Über das Zusammenspiel von Musik und Emotionen

Denn der Mensch beziehungsweise das Gehirn schüttet beim musizieren viel Dopamin aus – Glückshormone, die der Körper selbst produziert und die er auch beim Sport oder Erregung durch die Blutbahn schickt und die das Gehirn jung halten. Beim Musikhören werde die Strukturen zuerst im Hirnstamm verarbeitet. Aus diesem Grund ist das musizieren mit Demenzerkrankten besonders förderlich. In das Bewusstsein dringt die Musik, wenn sie den Hör – Cortex (das Hörzentrum) erreicht. Dort werden Instrumente oder Stimmen unterschieden.

Musik ist gut für den Kopf in der Aktivitätsausprägung der „höheren“ Hirnareale, die für die kognitive Verarbeitung von Ton (primärer Cortex) und Melodie (sekundärer Cortex) entscheidend sind. Hören wir Musik, treten darüber hinaus noch viele weitere Gehirnareale in Aktion, die Erfahrungen und Assoziationen verarbeiten.

 

16 – 20 000 Hz.

In diesem Frequenzbereich reagieren wir auf Schallwellen. Unser Hörsinn ist von allen fünf Sinnen der Differenzierteste. Das Ohr ist sensibler, genauer und auch leistungsfähiger als unser Auge.

400 000

Unterschiedliche Töne in zehn Oktaven nehmen wir war. Die menschliche Stimme bewegt sich im Bereich von 80 Hz – 12 kHz.

Unser Gehirn ist eine einzige Assoziationsmaschine. Es kann nicht anders, als zu lernen. Welche Musik in uns große Emotionen hervorruft, hängt deshalb stark von der soziokulturellen Prägung ab. Das genetische Grundgerüst, das alters-, geschlechter-, und kulturübergreifend „angenehme Musik“ im Rahmen einer „Werkseinstellung“ von Geburt an definiert, folgt nur sehr allgemeinen Grundsätzen. So scheint uns eine positive Wahrnehmung von konsonanter Musik im mittleren Lautstärkenbereich mit regelmäßigen Lautmustern und nicht allzu abrupter Veränderung angeboren zu sein. Ob uns dann aber letztlich bei Richard Wagner oder Michael Jackson ein kalter Schauer über den Rücken läuft, hängt von der später ausgebildeten Hörvorlieben ab. Umgekehrt ist es im Übrigen schwer, musikalische Faktoren zu definieren, die zuverlässig bei unterschiedlichen Hörern zu besagtem „Gänsehautgefühl“ führen. Lediglich ein Bruch in der musikalischen Struktur und folglich ein Nicht-Erfüllen der Erwartung scheint ein Merkmal für das Erzeugen der schauerartigen Emotionen zu sein. Wird während des Musikhörens die Erwartung für die nächsten Takte erfüllt, stellt sich ein Gefühl der Befriedigung ein. Aber auch die Diskrepanz zwischen Erwartung und Nicht-Erfüllung oder Täuschung muss nicht zu negativen Emotionen führen, sondern kann in der Musik Reaktionen wie Lachen, Staunen oder gar starke Empfindungen, wie Weinen und wie das Gänsehautgefühl hervorrufen. Aus diesen Gründen ist es wichtig Musik in das tägliche Leben einfließen zu lassen.

 

Dipl. Orch. Mus. Ralf Reisberg